Betriebsvermögen

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Was ist Betriebsvermögen?

Das betriebliche Vermögen ergibt sich aus dem Wert aller Vermögensgegenstände der Aktivseite einer Bilanz abzüglich der Verbindlichkeiten und der anderen Schuldposten.

Was zählt zum Betriebsvermögen?

Zum betrieblichen Vermögen gehören z.B. der Fuhrpark, die Produktionsmaschinen, die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie alle Grundstücke und Gebäudeteile, die zu wenigstens 50 % für eine betriebliche Verwendung zur Verfügung stehen.

Das betriebliche Vermögen wird in der Bilanz eines Unternehmens ausgewiesen. Auf der Aktivseite unterteilt es sich in das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen. Zum Anlagevermögen zählen nur Gegenstände, die dem Unternehmen dauerhaft dienen sollen. Im Umlaufvermögen sind die Wirtschaftsgüter aufgeführt, die für einen kurzfristigen betrieblichen Einsatz in Betracht kommen.

Verbindlichkeiten gehören zum betrieblichen Vermögen, wenn sie eindeutig veranlasst sind. Nimmt ein Unternehmen z.B. zur Finanzierung einer Maschine ein Darlehen auf, stellen die Zinsen Betriebsausgaben dar.

Bei einem bilanzierenden Unternehmen wird der steuerliche Ergebnis durch Betriebsvermögensvergleich ermittelt. Hierbei werden das betriebliche Vermögen und die Entnahmen und Einlagen des abgeschlossenen Kalenderjahres mit den Werten des Vorjahreszeitraums verglichen. Es ergibt sich entweder ein Gewinn oder ein Verlust.

Wie wird das betriebliche Vermögen eingeteilt?

Das betriebliche Vermögen lässt sich in zwei Bereiche einteilen:

Notwendiges Betriebsvermögen beinhaltet die Wirtschaftsgüter, die ein Unternehmen unmittelbar und ausschließlich für die betrieblichen Zwecke nutzt. Für notwendiges Betriebsvermögen liegt der betriebliche Nutzungsanteil bei mindestens 50 %.

Gewillkürtes Betriebsvermögen setzt sich aus den Wirtschaftsgütern zusammen, deren eigenbetriebliche Nutzung zwischen 10 % und 50% liegt. Als Voraussetzung für die Behandlung als gewillkürtes Betriebsvermögen, muss der Unternehmer diese Wirtschaftsgüter in seiner Bilanz ausweisen. Erfolgt kein Bilanzausweis stellen Wirtschaftsgüter mit einer betrieblichen Nutzung von 10 % bis 50 % Privatvermögen dar.

Für die Besteuerung eines Pkws im gewillkürten Betriebsvermögen können zwei Alternativen zur Anwendung kommen. Die private Nutzung wird entweder pauschal mit einem Prozent des Bruttolistenpreises (1%- Methode) ermittelt oder durch die Führung eines Fahrtenbuchs. Für die 1%-Methode ist der Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung maßgeblich. Bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode müssen alle privaten und betrieblichen Fahrten aufgeführt werden.

Abgrenzung: Betriebliches Vermögen und Privatvermögen

Dient ein Wirtschaftsgut zu mindestens 90 % privaten Zwecken, ist es zwingend dem Privatvermögen zuzurechnen.

Privates Vermögen wird nur besteuert, wenn der Steuerpflichtige ein privates Veräußerungsgeschäft tätigt (§ 23 EStG) oder die wesentliche Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft (§ 17 EStG) veräußert wird.

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Engin Kilit

Engin Kilit

Geschäftsführer eSteuerberatung.com

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